Nach dem Tod von Steve Jobs hat das Thema Krebs wieder einmal das Interesse der Presse geweckt. Die Bild berichtete am 11.10.2011, welche Therapien es gibt und wie sie wirken. Am 12.10.2011 fragte sie: „Was passiert, wenn der Krebs zurück kommt?“ Am 14.10.2011 wurde DIE Superwaffe gegen Krebs vorgestellt: Mit Protonenstrahlenen wird nun gezielt auf Turmore geschossen. Wie jedoch mit dem psychischen Leiden umgegangen werden soll, das die Krebskranken belastet, wurde nicht erwähnt. Das liegt daran, dass Mediziner und Psychologen kein Wissen darüber haben.
Nimm an, einem Menschen wird die Diagnose Krebs gestellt. Von nun an werden seine Gedanken Tag und Nacht um die Krankheit kreisen und er wird sich verzweifelt fragen: „Warum ich?“ Wenn er sich entscheidet zu kämpfen, dann bedeutet das, dass er sich auf Operation und Chemotherapie einlässt. Das Leiden, das während der Krankheit entsteht, wird sich nicht alleine auf die körperlichen Schmerzen beziehen, sondern auf seinen schlechten psychischen Zustand. Das liegt an seinen negativen Gedanken. Wie die Psychotherapie inzwischen weiß, werden negative Emotionen von negativen Gedanken hervorgerufen. Und diese belasten den Kranken enorm. Wenn er eine Familie hat, die zu ihm steht und ihm immer wieder versichert: „Halt durch, Du schaffst das“, dann lächelt er tapfer, aber helfen tut ihm das nicht. Wenn er Operation und Chemotherapie überstanden hat, dann fürchtet er die kommenden Kontrolluntersuchungen. Doch niemand sagt ihm, wie er mit diesen Ängsten umgehen soll.
Krebs entsteht, wenn sich eine Zelle bei einer Zellteilung unkontrolliert vermehrt. Eine Zellteilung ist notwendig, um verbrauchte Zellen zu ersetzen. Dabei werden umfangreiche und komplexe Informationen an die Tochterzellen weiter gegeben. Warum es bei diesem Prozess zu Fehlern kommt, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit schreibt auf ihrer Homepage, dass nur ca. fünf Prozent aller Krebserkrankungen ererbt sind. Damit liegt eine der Ursachen im psychischen Zustand des Erkrankten.
Jeder Mensch hat ein bestimmtes psychisches Klima. Es entsteht aus vielen Faktoren, wie z.B. seinem Temperament, seiner Erziehung und den Emotionen, die er im Laufe seines Lebens in sein Unterbewusstsein unterdrückt hat. Wer z.B. lange unter schweren Schuldgefühlen leidet oder seit seiner Kindheit Hass- oder Minderwertigkeitsgefühle in sich trägt oder im Laufe seines Lebens viele Schicksalsschläge und Enttäuschungen hinnehmen musste oder ein ständig schlechtes Gewissen hat, der hat in sich ein Klima erschaffen, das den Krebs begünstigen konnte.
Eine gute Gesundheitsvorsorge bezieht sich auf eine ausgewogene Ernährung und Ausgleichssport. Aber auch die psychologische Seite ist wichtig. Wer z.B. Angst vor Metastasen hat, der sollte nicht versuchen, dieser Angst rational zu begegnen. Damit verdrängt er sie nur aufs Neue in sein Unterbewusstsein. Der Krebskranke ist aufgefordert, seine Beziehung zu seiner Angst und seinen anderen negativen Emotionen zu transformieren. Das bedeutet, dass er lernen muss, sie anzunehmen und zu fühlen, bis er schließlich mit ihnen verschmilzt.
Wenn der Krebskranke diesen Mut aufbringt, wird er ein sehr merkwürdiges Phänomen erleben: die Angst löst sich auf. Wenn neue Gedanken auftauchen und wiederum Ängste auslösen, dann muss er die Technik wiederholen. In der Folge wird sich das innere Klima verbessern. Das Immunsystem wird stärker, Infekte weniger, der Mensch wird ausgeglichener und die Zellwucherung wird - vielleicht - gestoppt.
Diese Methode ist eine Meditationstechnik. Sie ist immer dann anzuwenden, wenn eine negative Emotion auftaucht. Daher gilt sie nicht nur für Krebskranke. Sie ist für jeden Menschen gedacht, der in seine Mitte kommen möchte.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Freitag, 26. August 2011
Der Sinn des Lebens
Ich habe derzeit Gelegenheit, Schlaganfallpatienten zu beobachten. Das kommt, weil meine Schwiegermutter nach einem Schlaganfall in die Krankenstation einer Reha-Klinik eingeliefert wurde. Bei meinen häufigen Besuchen wird mir vor Augen geführt, wie zerbrechlich die Träume der Menschen sind.
Ein Patient fiel mir besonders auf. Er sieht aus wie Richard Burton und noch immer ist seine Kraft zu spüren, mit der er vielleicht ein Unternehmen gelenkt haben mag. Nun sitzt er hilflos im Rollstuhl und kann nicht einmal mehr ohne Hilfe essen. Aus seinem widerwilligen Verhalten kann ich entnehmen, dass er (noch) nicht akzeptiert hat, was ihm da widerfahren ist.
Im Allgemeinen denken wir nicht über den Sinn des Daseins nach. Wir leben unser Leben und versuchen das Beste daraus zu machen. Hin und wieder kann ein Mensch seine Ziele verwirklichen, glücklich wird er jedoch nicht. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen kommt bei den meisten Menschen vielleicht erst auf, wenn sie durch Schicksalsschläge, Enttäuschungen oder Krankheiten in existenzielle Krisen geraten.
Philosophen und Theologien haben die Frage nach dem Sinn des Lebens unterschiedlich beantwortet. Für die Philosophie der Antike z.B. bestand der Sinn des Lebens darin, Glückseligkeit zu erlangen. Wie diese zu erreichen war, da widersprachen sich die verschiedenen Schulen.
Ich möchte an dieser Stelle den jüdischen Sozialphilosophen Günther Anders (1902-1992) zitieren, der geschrieben hatte: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur haben könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“
Im Allgemeinen sucht der Mensch den Sinn in Lebens in Umständen, die ihm Erfolg, Wohlstand, Gesundheit, eine gute Beziehung usw. bescheren. Jedoch ist das Leben nicht statisch. Was ihn heute glücklich macht, kann morgen schon zerstört sein. Die meisten Träume bleiben unerfüllt und die Leute sterben mit ihrer Sehnsucht nach Zufriedenheit und Glück.
Osho sagte einmal: "Don´t push the river, flow with it". Damit wollte er sagen, lass alles zu ... das Glück liegt nicht in Deinen Händen. Anders als Günther Anders sehe ich einen Sinn des Lebens. Er besteht für mich darin, unter allen Lebensumständen zufrieden zu sein. Mein inneres Glück wird überhaupt nicht von irgendwelchen Lebensumständen berührt. Wenn ich arm bin, bin ich arm und wenn ich krank bin, bin ich krank. Ich liebe diesen Satz: "Es ist, wie es ist".
Ein Patient fiel mir besonders auf. Er sieht aus wie Richard Burton und noch immer ist seine Kraft zu spüren, mit der er vielleicht ein Unternehmen gelenkt haben mag. Nun sitzt er hilflos im Rollstuhl und kann nicht einmal mehr ohne Hilfe essen. Aus seinem widerwilligen Verhalten kann ich entnehmen, dass er (noch) nicht akzeptiert hat, was ihm da widerfahren ist.
Im Allgemeinen denken wir nicht über den Sinn des Daseins nach. Wir leben unser Leben und versuchen das Beste daraus zu machen. Hin und wieder kann ein Mensch seine Ziele verwirklichen, glücklich wird er jedoch nicht. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen kommt bei den meisten Menschen vielleicht erst auf, wenn sie durch Schicksalsschläge, Enttäuschungen oder Krankheiten in existenzielle Krisen geraten.
Philosophen und Theologien haben die Frage nach dem Sinn des Lebens unterschiedlich beantwortet. Für die Philosophie der Antike z.B. bestand der Sinn des Lebens darin, Glückseligkeit zu erlangen. Wie diese zu erreichen war, da widersprachen sich die verschiedenen Schulen.
Ich möchte an dieser Stelle den jüdischen Sozialphilosophen Günther Anders (1902-1992) zitieren, der geschrieben hatte: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur haben könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“
Im Allgemeinen sucht der Mensch den Sinn in Lebens in Umständen, die ihm Erfolg, Wohlstand, Gesundheit, eine gute Beziehung usw. bescheren. Jedoch ist das Leben nicht statisch. Was ihn heute glücklich macht, kann morgen schon zerstört sein. Die meisten Träume bleiben unerfüllt und die Leute sterben mit ihrer Sehnsucht nach Zufriedenheit und Glück.
Osho sagte einmal: "Don´t push the river, flow with it". Damit wollte er sagen, lass alles zu ... das Glück liegt nicht in Deinen Händen. Anders als Günther Anders sehe ich einen Sinn des Lebens. Er besteht für mich darin, unter allen Lebensumständen zufrieden zu sein. Mein inneres Glück wird überhaupt nicht von irgendwelchen Lebensumständen berührt. Wenn ich arm bin, bin ich arm und wenn ich krank bin, bin ich krank. Ich liebe diesen Satz: "Es ist, wie es ist".
Mittwoch, 10. August 2011
Börsenkurse
Die Börsen crashen und ich frage mich, ob es jetzt zum Zusammenbruch kommt? Als der DAX begann, im Jahr 2000 abzustürzen und sich alle besorgt fragten, wie lange der Schrecken anhalten würde, da gab es ein paar Fachleute, die vorausschauend antworteten: „Die Kurse bleiben 2 bis 3 Jahre unten, dann kommt es zu einem Zwischenhoch und danach wird endgültig alles zusammenbrechen.“
Wie ich bereits am 15.03.11 in meinem Post „Paradigmenwechsel“ beschrieben habe, hat sich der unerschütterliche Glaube, dass uns das Geld ein schönes Leben beschert, niemals bewahrheitet. Nichtsdestotrotz hat sich der Mensch immer an diese Illusion geklammert. Der Konservative Meinhard Miegel hat nun ein Buch geschrieben, das sich lt. Zeit-Online in einem Satz zusammenfassen lässt: „Hört endlich auf, immer nur an Geld zu denken!“
Nicht dass mich hier irgendjemand missversteht: ich bin nicht gegen Geld. Ich halte es mit Osho, dem die Leute, die das Geld verachten, ein Dorn im Auge war. Er hat immer darauf bestanden hat, dass es nichts Schöneres gibt, als ein reiches Leben. Er hat stets den Reichtum der Natur gepriesen und damit klar gemacht, dass der Mensch danach trachten solle, es der Natur gleich zu tun.
Das Problem ist also nicht das Geld, sondern der Egoismus. Es ist der Egoismus, der die Schere zwischen arm und reich erschafft. Es ist der Egoismus, der für Hunger, Armut und Neid verantwortlich ist. Wenn man sich die Bedeutung von Egoismus, also Selbstsucht und Eigennutz, vor Augen hält, dann wird klar, warum es uns trotz unseres Geldes nicht gut geht und auch nicht gut gehen kann.
Eine merkwürdige Rolle spielen diesbezüglich die Religionen. Millionen und Abermillionen von Menschen strömen ständig in ihre Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dort bitten sie Gott um Vergebung, Gesundheit und Wohlergehen. Dann gehen sie nach Hause und denken gar nicht daran, ihren Lebensstil zu verändern.
Der Pfarrer zu dem jungen Mädchen nach der Beichte: „Du hast eine große Sünde begangen, als Du Deine Unschuld für zwanzig Euro hergegeben hast!“ „Ich weiß“ bedauert das Mädchen „ich hätte hundert nehmen sollen.“
Ich bin nicht sicher, ob die Börsen jetzt zusammenkrachen. Ich weiß aber, dass die Zeit für einen Wechsel reif ist. Der Mensch muss beginnen, sich als winziger Teil des Ganzen zu betrachten. Die Reichen müssen ihr Liebstes, das Geld, loslassen, um zu erfahren, dass sie geliebt werden. Für sie bedeutet Liebe, ihr Geld mit den Bedürftigen zu teilen und zwar ohne Erwartungen.
Die alten Denkmodelle haben ausgedient. Nicht nur einzelne Menschen müssen umdenken, sondern die großen Konzerne und Regierungen. Wir brauchen keine Selbstbefriedigung mehr, mit der sich das persönliche Ego befriedigen will, sondern Menschlichkeit. Überall muss Ausgleich geschaffen werden. Damit Harmonie entsteht auf der Erde. Und diese Harmonie wird neue Wirtschaftszweige erblühen lassen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Wie ich bereits am 15.03.11 in meinem Post „Paradigmenwechsel“ beschrieben habe, hat sich der unerschütterliche Glaube, dass uns das Geld ein schönes Leben beschert, niemals bewahrheitet. Nichtsdestotrotz hat sich der Mensch immer an diese Illusion geklammert. Der Konservative Meinhard Miegel hat nun ein Buch geschrieben, das sich lt. Zeit-Online in einem Satz zusammenfassen lässt: „Hört endlich auf, immer nur an Geld zu denken!“
Nicht dass mich hier irgendjemand missversteht: ich bin nicht gegen Geld. Ich halte es mit Osho, dem die Leute, die das Geld verachten, ein Dorn im Auge war. Er hat immer darauf bestanden hat, dass es nichts Schöneres gibt, als ein reiches Leben. Er hat stets den Reichtum der Natur gepriesen und damit klar gemacht, dass der Mensch danach trachten solle, es der Natur gleich zu tun.
Das Problem ist also nicht das Geld, sondern der Egoismus. Es ist der Egoismus, der die Schere zwischen arm und reich erschafft. Es ist der Egoismus, der für Hunger, Armut und Neid verantwortlich ist. Wenn man sich die Bedeutung von Egoismus, also Selbstsucht und Eigennutz, vor Augen hält, dann wird klar, warum es uns trotz unseres Geldes nicht gut geht und auch nicht gut gehen kann.
Eine merkwürdige Rolle spielen diesbezüglich die Religionen. Millionen und Abermillionen von Menschen strömen ständig in ihre Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dort bitten sie Gott um Vergebung, Gesundheit und Wohlergehen. Dann gehen sie nach Hause und denken gar nicht daran, ihren Lebensstil zu verändern.
Der Pfarrer zu dem jungen Mädchen nach der Beichte: „Du hast eine große Sünde begangen, als Du Deine Unschuld für zwanzig Euro hergegeben hast!“ „Ich weiß“ bedauert das Mädchen „ich hätte hundert nehmen sollen.“
Ich bin nicht sicher, ob die Börsen jetzt zusammenkrachen. Ich weiß aber, dass die Zeit für einen Wechsel reif ist. Der Mensch muss beginnen, sich als winziger Teil des Ganzen zu betrachten. Die Reichen müssen ihr Liebstes, das Geld, loslassen, um zu erfahren, dass sie geliebt werden. Für sie bedeutet Liebe, ihr Geld mit den Bedürftigen zu teilen und zwar ohne Erwartungen.
Die alten Denkmodelle haben ausgedient. Nicht nur einzelne Menschen müssen umdenken, sondern die großen Konzerne und Regierungen. Wir brauchen keine Selbstbefriedigung mehr, mit der sich das persönliche Ego befriedigen will, sondern Menschlichkeit. Überall muss Ausgleich geschaffen werden. Damit Harmonie entsteht auf der Erde. Und diese Harmonie wird neue Wirtschaftszweige erblühen lassen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Montag, 8. August 2011
Zieglers Welt
Das Gewissen der Weltgemeinschaft hat einen Namen: Jean Ziegler. Der Schweizer Soziologe, Globalisierungskritiker, Autor und frühere UN-Sonderberichtserstatter für das Menschenrecht auf Nahrung, hat in den vergangenen fünfzig Jahren öffentlich jede Ungerechtigkeit anprangert, die sich in der Welt abgespielt hat.
In einem Interview mit dem Titel: „Ich bin ein weißer Neger“, das im Dezember 2010 in der Zeit erschien, erklärte Jean Ziegler, dass er nicht daran denkt, seinen „Kampf der Ideen“ aufzugeben. Auf die Feststellung des Interviewers, der Kommunismus sei auch deshalb zusammengebrochen, weil die Menschen den Kapitalismus wollten, antwortete Ziegler: „Ach hören Sie auf, die Sowjetunion hatte mit Marx so viel am Hut, wie ich mit Buddha.“
Der Unterschied zwischen Buddha und Ziegler wird klar, als der Interviewer dem Soziologen vor Augen hielt, dass er zwar 20 Bücher verfasst, aber, nüchtern bilanziert, nicht viel bewirkt hat. Ziegler antwortete mit einem Zitat Brecht´s, der sagte, als er am Ende seines Lebens mit derselben Aussage konfrontiert wurde: „Ohne uns hätten sie es leichter gehabt.“
Buddha zielte nicht darauf ab, die Welt zu verändern, sondern den Menschen zu transformieren. Wenn das geschieht, verändert sich die Welt von ganz alleine. Jean Ziegler täte gut daran, sich für die Methoden des Buddha zu interessieren. Dann könnte er vielleicht den Frieden finden, den er vergeblich in der Welt sucht.
In einem Interview mit dem Titel: „Ich bin ein weißer Neger“, das im Dezember 2010 in der Zeit erschien, erklärte Jean Ziegler, dass er nicht daran denkt, seinen „Kampf der Ideen“ aufzugeben. Auf die Feststellung des Interviewers, der Kommunismus sei auch deshalb zusammengebrochen, weil die Menschen den Kapitalismus wollten, antwortete Ziegler: „Ach hören Sie auf, die Sowjetunion hatte mit Marx so viel am Hut, wie ich mit Buddha.“
Der Unterschied zwischen Buddha und Ziegler wird klar, als der Interviewer dem Soziologen vor Augen hielt, dass er zwar 20 Bücher verfasst, aber, nüchtern bilanziert, nicht viel bewirkt hat. Ziegler antwortete mit einem Zitat Brecht´s, der sagte, als er am Ende seines Lebens mit derselben Aussage konfrontiert wurde: „Ohne uns hätten sie es leichter gehabt.“
Buddha zielte nicht darauf ab, die Welt zu verändern, sondern den Menschen zu transformieren. Wenn das geschieht, verändert sich die Welt von ganz alleine. Jean Ziegler täte gut daran, sich für die Methoden des Buddha zu interessieren. Dann könnte er vielleicht den Frieden finden, den er vergeblich in der Welt sucht.
Freitag, 29. Juli 2011
Oslo
Im Gedenken an das Massaker von Oslo veröffentlichte die Bildzeitung am 28.07.2011 Fotos von vielen der erschossenen Jugendlichen. Dazu schrieb sie: „So viel Freude, so viel Kraft, so viel Zukunft ist in diesen Gesichtern.“ Abgesehen vom Schrecken der Ereignisse frage ich mich, ob es wirklich wahr ist, dass die Jugend von heute wirklich soo viel Zukunft hat?
Ein Zitat des Buddha lautet: „Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft.“ Betrachten wir die Früchte, die die Menschheit in der Vergangenheit ausgesät hat. Lt. diversen Statistiken leiden in der BRD derzeit knapp fünf Millionen Menschen an Depressionen ... werden für dieses Jahr knapp eine halbe Millionen neue Krebserkrankungen erwartet ... 300.000 Menschen einen Herzinfarkt bekommen und 200.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Abgesehen vom Alkoholmissbrauch, den hohen Schuldenbergen und den Umweltproblemen sind das also die Früchte, die auch unsere Kinder fressen müssen.
Tünnes kommt aufgeregt angerannt: "Schäl, um Jottes Willen, haste jehört? In de Zeitung steht, dat nächste Sonntag die Welt unterjehn soll?" Schäl stutzt einen Moment und erwidert dann gleichgültig: "Nächste Sonntag kann mir ejal sein, da bin ich verreist."
Mach es wie Schäl, denn Hilfe naht. Das beginnende Wassermannzeitalter wird Bewegung in die erstarrten Strukturen bringen. Während sich das Fischezeitalter durch Unterdrückung hervorgetan hat, machen sich die Menschen im Wassermannzeitalter auf, Freiheit und Individualität zu erlangen.
Einer der großen Wegbereiter für eine bessere Zukunft war der kleine indische Philosophie-Professor Bhagwan Shree Rajneesh, genannt Osho, der Hunderttausende von Menschen in seinen Bann gezogen hat. Die Samen die er in den Jahren seines Lehrens gesät hat, gehen jetzt auf: Überall auf der Welt erwachen seine damaligen Schüler.
Wer es nicht dem allmählichen Generationsprozess überlassen und sich selbst befreien will, für den ist die Meditation das große Schlagwort. Denn was die Psychotherapie nicht schaffen kann, ist für die Meditation ein leichtes Spiel.
Der Osten hat sich in den vergangen 5.000 Jahren viel mit Techniken beschäftigt, die zur Selbsterkenntnis führen. Selbsterkenntnis hat nichts mit unserer Persönlichkeit zu tun. Jenseits unserer Persönlichkeit ist unser Selbst verborgen. Und genau dieses Selbst ist es, das es zu erkennen gilt. Es zu erkennen bedeutet, Dich in Deiner ganzen Pracht zu sehen.
Die Technik, die ich in diesem Blog immer wieder beschrieben habe, ist die Technik, die Dir am besten hilft, Dich selbst zu erkennen. Auch wenn Dir die alten Werte noch so lieb und teuer sind, werden Deine Enkel und Urenkel neue Samen säen. Diese werden Menschen hervorbringen, die über Deine Weltanschauung lachen.
Ein Zitat des Buddha lautet: „Die Samen der Vergangenheit sind die Früchte der Zukunft.“ Betrachten wir die Früchte, die die Menschheit in der Vergangenheit ausgesät hat. Lt. diversen Statistiken leiden in der BRD derzeit knapp fünf Millionen Menschen an Depressionen ... werden für dieses Jahr knapp eine halbe Millionen neue Krebserkrankungen erwartet ... 300.000 Menschen einen Herzinfarkt bekommen und 200.000 Menschen einen Schlaganfall erleiden. Abgesehen vom Alkoholmissbrauch, den hohen Schuldenbergen und den Umweltproblemen sind das also die Früchte, die auch unsere Kinder fressen müssen.
Tünnes kommt aufgeregt angerannt: "Schäl, um Jottes Willen, haste jehört? In de Zeitung steht, dat nächste Sonntag die Welt unterjehn soll?" Schäl stutzt einen Moment und erwidert dann gleichgültig: "Nächste Sonntag kann mir ejal sein, da bin ich verreist."
Mach es wie Schäl, denn Hilfe naht. Das beginnende Wassermannzeitalter wird Bewegung in die erstarrten Strukturen bringen. Während sich das Fischezeitalter durch Unterdrückung hervorgetan hat, machen sich die Menschen im Wassermannzeitalter auf, Freiheit und Individualität zu erlangen.
Einer der großen Wegbereiter für eine bessere Zukunft war der kleine indische Philosophie-Professor Bhagwan Shree Rajneesh, genannt Osho, der Hunderttausende von Menschen in seinen Bann gezogen hat. Die Samen die er in den Jahren seines Lehrens gesät hat, gehen jetzt auf: Überall auf der Welt erwachen seine damaligen Schüler.
Wer es nicht dem allmählichen Generationsprozess überlassen und sich selbst befreien will, für den ist die Meditation das große Schlagwort. Denn was die Psychotherapie nicht schaffen kann, ist für die Meditation ein leichtes Spiel.
Der Osten hat sich in den vergangen 5.000 Jahren viel mit Techniken beschäftigt, die zur Selbsterkenntnis führen. Selbsterkenntnis hat nichts mit unserer Persönlichkeit zu tun. Jenseits unserer Persönlichkeit ist unser Selbst verborgen. Und genau dieses Selbst ist es, das es zu erkennen gilt. Es zu erkennen bedeutet, Dich in Deiner ganzen Pracht zu sehen.
Die Technik, die ich in diesem Blog immer wieder beschrieben habe, ist die Technik, die Dir am besten hilft, Dich selbst zu erkennen. Auch wenn Dir die alten Werte noch so lieb und teuer sind, werden Deine Enkel und Urenkel neue Samen säen. Diese werden Menschen hervorbringen, die über Deine Weltanschauung lachen.
Mittwoch, 20. Juli 2011
Harmonie
Kürzlich hörte ich auf der Straße eine Frau zu ihrem Begleiter sagen: „Du lebst in Deiner Welt und ich in meiner.“ Er hätte natürlich antworten können: „Dann besuch mich doch mal in meiner“, doch stattdessen schwieg er betroffen.
Die kleine Episode machte mich nachdenklich. Wie ist es möglich, in verschiedenen Welten zu leben, obwohl es doch nur eine Welt gibt? Das ist ja wie bei den Religionen, wo jede an ihren eigenen Gott glaubt, obwohl auch nur Einer existiert.
Wenn wir sagen, dass jeder von uns in seiner eigenen Welt lebt, dann meinen wir damit, dass jeder in seiner eigenen Vorstellungswelt lebt. Dort sieht er die Dinge dann so, wie sie ihm erscheinen und nicht so, wie sie wirklich sind.
„Angeklagter“ sprach der Richter, „Sie bekennen sich doch offen zur Homosexualität; wieso haben Sie dann diese Nonne vergewaltigt?“ „Entschuldigung Herr Richter, aber von hinten sah sie aus wie Zorro!“
Entspannung besteht darin, aufzuhören, immer alles verändern zu wollen. Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat hierzu einen schönen Sinnspruch verfasst:
"Gott gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit eines vom anderen zu unterscheiden."
Was der gute Mann allerdings nicht bedacht hat, ist, dass Gott uns die Weisheit bereits in die Wiege gelegt hat. Leider machen wir keinen Gebrauch davon, lieber bitten wir darum. Auf diese Weise aber können wir nie zu Weisheit und Harmonie finden.
Der griechische Philosoph Heraklit, der im 5. Jahrhundert v.Chr. geboren wurde, bezeichnete das wahre Selbst als eine tief im Menschen verborgene Harmonie. Er unterschied zwischen erwachten und schlafenden Menschen. Der erwachte Mensch hat die ewige Wahrheit in sich erkannt. Der schlafende Mensch dagegen müht sich lebenslänglich ab, sie in seiner Vorstellungswelt zu finden.
Diese Harmonie wirkt überall im Kosmos. Alle Gestirne gehorchen diesem übergeordneten Prinzip. Auch die Natur auf unserer Erde folgt einer Ordnung, die fruchtbar ist und alles mit allem versorgt. Wer mit sich selbst in Einklang kommen will, braucht nicht viel zu tun, denn diese höhere Ordnung ist bereits in ihm enthalten. Er muss nur aufhören auf seinen Kopf zu hören, denn dieser folgt den gesellschaftlichen Vorstellungen. Er kann die Wirklichkeit daher immer nur fragmentarisch sehen. Dadurch erklärt sich die innere Zerrissenheit des Menschen. Entspannen wir uns und hören wir auf, die Dinge immer zu bewerten und beurteilen. Dann werden wir vielleicht auf die Harmonie aufmerksam, die geduldig in uns wartet.
Die kleine Episode machte mich nachdenklich. Wie ist es möglich, in verschiedenen Welten zu leben, obwohl es doch nur eine Welt gibt? Das ist ja wie bei den Religionen, wo jede an ihren eigenen Gott glaubt, obwohl auch nur Einer existiert.
Wenn wir sagen, dass jeder von uns in seiner eigenen Welt lebt, dann meinen wir damit, dass jeder in seiner eigenen Vorstellungswelt lebt. Dort sieht er die Dinge dann so, wie sie ihm erscheinen und nicht so, wie sie wirklich sind.
„Angeklagter“ sprach der Richter, „Sie bekennen sich doch offen zur Homosexualität; wieso haben Sie dann diese Nonne vergewaltigt?“ „Entschuldigung Herr Richter, aber von hinten sah sie aus wie Zorro!“
Entspannung besteht darin, aufzuhören, immer alles verändern zu wollen. Der amerikanische Theologe Reinhold Niebuhr hat hierzu einen schönen Sinnspruch verfasst:
"Gott gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
und die Weisheit eines vom anderen zu unterscheiden."
Was der gute Mann allerdings nicht bedacht hat, ist, dass Gott uns die Weisheit bereits in die Wiege gelegt hat. Leider machen wir keinen Gebrauch davon, lieber bitten wir darum. Auf diese Weise aber können wir nie zu Weisheit und Harmonie finden.
Der griechische Philosoph Heraklit, der im 5. Jahrhundert v.Chr. geboren wurde, bezeichnete das wahre Selbst als eine tief im Menschen verborgene Harmonie. Er unterschied zwischen erwachten und schlafenden Menschen. Der erwachte Mensch hat die ewige Wahrheit in sich erkannt. Der schlafende Mensch dagegen müht sich lebenslänglich ab, sie in seiner Vorstellungswelt zu finden.
Diese Harmonie wirkt überall im Kosmos. Alle Gestirne gehorchen diesem übergeordneten Prinzip. Auch die Natur auf unserer Erde folgt einer Ordnung, die fruchtbar ist und alles mit allem versorgt. Wer mit sich selbst in Einklang kommen will, braucht nicht viel zu tun, denn diese höhere Ordnung ist bereits in ihm enthalten. Er muss nur aufhören auf seinen Kopf zu hören, denn dieser folgt den gesellschaftlichen Vorstellungen. Er kann die Wirklichkeit daher immer nur fragmentarisch sehen. Dadurch erklärt sich die innere Zerrissenheit des Menschen. Entspannen wir uns und hören wir auf, die Dinge immer zu bewerten und beurteilen. Dann werden wir vielleicht auf die Harmonie aufmerksam, die geduldig in uns wartet.
Montag, 11. Juli 2011
Weltsicherheitsrat
Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen wurde am 17. Januar 1946 gegründet. Seine Aufgabe ist die Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit. Er besteht aus fünf ständigen und zehn nichtständigen Mitgliedsstaaten. Letzte Woche wurde Deutschland mit knapper Mehrheit für die nächsten zwei Jahre als nichtständiger Mitgliedstaat gewählt.
Die Wahrung des Weltfriedens ist ein Vorhaben, welches von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denn der ganze Ansatz ist eine Farce: ein Weltfrieden existiert überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wie viele Kriege und ethnische Konflikte seit 1946 stattgefunden haben, wahrscheinlich Tausende. Und es brennt nach wie vor an allen Ecken und Enden. Machen wir uns nichts vor, die Welt ist nur ein Spiegel dessen, was sich in jedem von uns abspielt. Daher wäre es angebracht, „Wahrung des Weltfriedens“ in „Erlangung des Weltfriedens“ umzubenennen. Dazu allerdings müssten die Damen und Herren des Weltsicherheitsrats erst einmal herausfinden, was Frieden überhaupt ist. Ebenso wie die Abwesenheit von Krankheit keine Gesundheit ist, ist das Schweigen der Waffen kein Frieden.
Am 21.03.2011 schrieb ich in meinem Beitrag „Krieg und Frieden“: „Das Wort Krieg ist aufschlussreich; es bedeutet, dass man etwas -kriegen-, also an sich reißen will. Frieden ist demnach das Loslassen von Gier. Das jedoch verwirrt den normalen Menschenverstand. Schließlich gilt das Sprichwort: „Der Mensch ist seines Glückes Schmied“. Wir sind also der Meinung, dass der Mensch für sein Glück selbst verantwortlich ist. Wenn das wirklich stimmt, dann stellt sich die Frage, warum es nicht längst eine glückliche Menschheit gibt? Das Problem liegt im Ego. Was auch immer wir erreichen, unser Ego wird seine Gier niemals loslassen.
Was versteht man unter Ego? Im Allgemeinen ist damit das eigene Ich, die eigene Persönlichkeit gemeint. Persönlichkeit ist jedoch nur eine Maske (persona: die Maske des Schauspielers) und das Ich nur ein Gedanke. Das haben die modernen Physiker inzwischen herausgefunden. Damit bestätigen sie die Mystiker, die schon immer darauf hingewiesen haben, dass das Ego nicht existiert.
Wenn unser Ego nur ein Gedanke ist, wieso hat es dann die Macht, uns unzufrieden zu machen? Weil es ständig Versprechungen macht, die niemals eintreffen. Und damit sitzen wir in der Falle, denn unser Denken entspricht den Vorstellungen unserer Gesellschaft. Und diese hat sich letztendlich immer wieder in Kriegen wiedergefunden.
Frieden entsteht erst, wenn Du Deine Wünsche loslässt. Wenn Du sie nicht loslassen willst, musst Du den ewigen Wechsel zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit in Kauf nehmen. So einfach ist das.
Die Wahrung des Weltfriedens ist ein Vorhaben, welches von vornherein zum Scheitern verurteilt ist. Denn der ganze Ansatz ist eine Farce: ein Weltfrieden existiert überhaupt nicht. Ich weiß nicht, wie viele Kriege und ethnische Konflikte seit 1946 stattgefunden haben, wahrscheinlich Tausende. Und es brennt nach wie vor an allen Ecken und Enden. Machen wir uns nichts vor, die Welt ist nur ein Spiegel dessen, was sich in jedem von uns abspielt. Daher wäre es angebracht, „Wahrung des Weltfriedens“ in „Erlangung des Weltfriedens“ umzubenennen. Dazu allerdings müssten die Damen und Herren des Weltsicherheitsrats erst einmal herausfinden, was Frieden überhaupt ist. Ebenso wie die Abwesenheit von Krankheit keine Gesundheit ist, ist das Schweigen der Waffen kein Frieden.
Am 21.03.2011 schrieb ich in meinem Beitrag „Krieg und Frieden“: „Das Wort Krieg ist aufschlussreich; es bedeutet, dass man etwas -kriegen-, also an sich reißen will. Frieden ist demnach das Loslassen von Gier. Das jedoch verwirrt den normalen Menschenverstand. Schließlich gilt das Sprichwort: „Der Mensch ist seines Glückes Schmied“. Wir sind also der Meinung, dass der Mensch für sein Glück selbst verantwortlich ist. Wenn das wirklich stimmt, dann stellt sich die Frage, warum es nicht längst eine glückliche Menschheit gibt? Das Problem liegt im Ego. Was auch immer wir erreichen, unser Ego wird seine Gier niemals loslassen.
Was versteht man unter Ego? Im Allgemeinen ist damit das eigene Ich, die eigene Persönlichkeit gemeint. Persönlichkeit ist jedoch nur eine Maske (persona: die Maske des Schauspielers) und das Ich nur ein Gedanke. Das haben die modernen Physiker inzwischen herausgefunden. Damit bestätigen sie die Mystiker, die schon immer darauf hingewiesen haben, dass das Ego nicht existiert.
Wenn unser Ego nur ein Gedanke ist, wieso hat es dann die Macht, uns unzufrieden zu machen? Weil es ständig Versprechungen macht, die niemals eintreffen. Und damit sitzen wir in der Falle, denn unser Denken entspricht den Vorstellungen unserer Gesellschaft. Und diese hat sich letztendlich immer wieder in Kriegen wiedergefunden.
Frieden entsteht erst, wenn Du Deine Wünsche loslässt. Wenn Du sie nicht loslassen willst, musst Du den ewigen Wechsel zwischen Zufriedenheit und Unzufriedenheit in Kauf nehmen. So einfach ist das.
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