Wenn man die Tageszeitung durchblättert, kann man viel über menschliches Leiden erfahren. Derzeit hält uns eine 10-jährige in Atem, die auf Rügen verschüttet wurde. Wir sind voller Mitgefühl für das Mädchen und die Mutter, die das Unglück überlebt hat und nun um ihre Tochter bangt. Ich möchte jedoch nicht über Unfälle und Katastrophen schreiben, sondern von dem Leiden, das sich still in uns allen abspielt. Dieses Leiden kommt auf, wenn wir nicht im Hier und Jetzt leben.
Es wird heutzutage viel über den Begriff „Hier und Jetzt“ geredet. Jeder möchte gern im Hier und Jetzt leben, doch kaum einer weiß, was das bedeutet. Wenn Du z.B. einen Baum betrachtest, dann spielt sich die Beobachtung im Hier und Jetzt ab. Doch bist Du noch in der Gegenwart, wenn Du plötzlich denkst: „o wie schön“? Nein, denn dann ist Deine Aufmerksamkeit nicht im Hier und Jetzt, sondern bei der Erinnerung an den Baum.
Wenn Du demzufolge etwas erlebst, das Dich ärgert und Du immer wieder über den Anlass nachdenkst, bist Du dann in der Gegenwart oder in der Vergangenheit? Sieh es ganz klar: während die Geschichte längst vorbei ist, ist der Ärger immer noch da. Denke also nicht über die Geschichte nach, sondern beobachte den Ärger ... dann bleibst Du in der Gegenwart.
Stell Dir vor, Du bist im Wald und lauscht den Geräuschen. Du nimmst das Rauschen der Bäume, das Plätschern eines Bachs, das Zwitschern der Vögel und das Knacken von Zweigen wahr. Jetzt bist Du in der Gegenwart. Doch was ist, wenn Du jetzt plötzlich an Deinen letzten Urlaub denkst? Bist Du dann noch in der Gegenwart oder in der Vergangeheit? Oder denke an einen Detektiv, der im Auto sitzt und ein Haus observiert. Es macht einen Unterschied, ob er einfach nur beobachtet oder über seine Frau nachdenkt, die ihn vielleicht gerade betrügt. Denn dann ist er bei seiner Frau und nicht im Hier und Jetzt.
Ein Denken im Hier und Jetzt macht daher nur Sinn, wenn es um Technik, Organisieren oder Planen geht.Wenn Du also einen Schrank aufbaust, ein Geschäftskonzept erstellst oder auch nur kochst, dann brauchst Du Deinen Kopf. Ein Nachdenken über Deinen psychologischen Zustand ist dagegen völlig nutzlos. Wenn Du z.B. schüchtern bist und darüber nachdenkst, dann bringt das nichts. Vielleicht entschließt Du Dich, ab sofort immer draufgängerisch zu sein, doch Deine Unsicherheit wird immer unter dem Teppich hervorlegen, unter den Du sie gekehrt hast.
Die kognitive Verhaltenstherapie z.B. glaubt, dass sich ihre Methode auf das Hier und Jetzt bezieht. Sie geht davon aus, dass das negative Selbstbild eines Patienten auf Denkfehlern beruht. Demzufolge sollen diese erkannt und durch neue Denk- und Verhaltensmuster ersetzt werden. Der Hilfesuchende muss also immer daran denken, richtig zu denken. Was hat das mit dem Hier und Jetzt zu tun?
Wer in der Gegenwart leben will, muss seine Aufmerksamkeit auf das richten, was Hier und Jetzt ist. Wenn es sich um negative Emotionen handelt, dann eben auf diese. Negative Emotionen entstehen aus Geschichten und diese wiederum sind nur Erinnerungen. Sei also bereit, jeden Gefühlszustand anzunehmen und mit ihm zu verschmelzen. Dann löst er sich völlig auf und Du bist und bleibst im Hier und Jetzt.
Donnerstag, 29. Dezember 2011
Freitag, 23. Dezember 2011
Schicksalsschläge
Im RTL-Jahresrückblick 2011 hatte Günther Jauch unter anderem Marcel Gleffe, den „deutschen Helden von Norwegen“ eingeladen. Dieser hatte am 22. Juli 2011 mit seinem Motorboot mindestens 22 Kinder vor dem Amokkiller Anders Behring Breivik gerettet. Während der Sendung traf Gleffe mit zwei Jugendlichen zusammen, die ihm ihr Leben zu verdanken hatten. Auf Nachfragen von Jauch berichteten die beiden, dass sie der erlebte Schock ständig verfolgt, obwohl sie sich in psychotherapeutischer Behandlung befinden. „So was lässt einen wahrscheinlich nie wieder los“ ist die Meinung der meisten Menschen.
Alle großen psychotherapeutischen Schulen haben eigene Ansätze zur Behandlung traumatischer Störungen entwickelt. Das Ziel dieser Verfahren ist es, zu einer geordneten Verarbeitung des Traumas zu kommen und dadurch die traumatypischen Symptome zu begrenzen oder aufzulösen. Alle diese therapeutischen Richtungen, seien es Psychoanalytische Verfahren, Psychodynamische Verfahren, Imaginative Verfahren, Verhaltenstherapeutische Verfahren, Gestalttherapie, Körperorientierte Therapieformen und viele andere, haben eines gemeinsam: sie sind zeitraubend und erfolglos.
Wenn traumatisierte Menschen nur wüssten, wie einfach sie ihre Traumata auflösen könnten. Dann bräuchten sie keine Therapeuten, die ihnen Zeit und Geld stehlen. Hierzu passt die These, dass wissenschaftlich nicht ausreichend belegt werden konnte, dass traumatisierte Menschen eine von anderen psychologischen Störungsbildern deutlich verschiedene Dynamik und Physiologie aufweisen. Mit anderen Worten, unterscheidet sich ein Trauma kaum von anderen psychologischen Störungsbildern. Doch auch bei den einfachen Störungen versagt die Psychotherapie weitgehend.
Alle psychotherapeutischen Schulen machen den Fehler, dass sie nicht direkt am Emotionalkörper arbeiten. Stattdessen legen sie Wert darauf, das Erlebte mental zu verarbeiten. Die aktive Psychotherapie z.B. will gemeinsam mit dem Patienten Lösungsvorschläge erarbeiten, die in konkrete Handlungen umgesetzt werden. Dabei werden Fragen wie z.B. „Wie soll es jetzt weitergehen? Was ist mein Ziel? gestellt. Die Hilflosigkeit der Psychotherapie ist nicht zu überbieten! Solche Fragen räumen die Möglichkeit ein, dass das Trauma niemals wirklich aufgelöst wird.
Warum werden psychologische Störungen und Traumata nicht im Emotionalbereich bearbeitet? Wer psychischen Schmerz beobachtet, durchfühlt und mit ihm verschmilzt, ist sein Problem bald wieder los. Und jedes Mal, wenn die Gedanken um das Erlebte kreisen und den Schmerz aufs Neue füttern, kann diese Technik wiederholt werden. Psychotherapeuten werden daher genauso wenig gebraucht, wie die Beichtväter in der katholischen Kirche. Als Buddha sagte: "Sei Dir selbst ein Licht" meinte er genau das.
Alle großen psychotherapeutischen Schulen haben eigene Ansätze zur Behandlung traumatischer Störungen entwickelt. Das Ziel dieser Verfahren ist es, zu einer geordneten Verarbeitung des Traumas zu kommen und dadurch die traumatypischen Symptome zu begrenzen oder aufzulösen. Alle diese therapeutischen Richtungen, seien es Psychoanalytische Verfahren, Psychodynamische Verfahren, Imaginative Verfahren, Verhaltenstherapeutische Verfahren, Gestalttherapie, Körperorientierte Therapieformen und viele andere, haben eines gemeinsam: sie sind zeitraubend und erfolglos.
Wenn traumatisierte Menschen nur wüssten, wie einfach sie ihre Traumata auflösen könnten. Dann bräuchten sie keine Therapeuten, die ihnen Zeit und Geld stehlen. Hierzu passt die These, dass wissenschaftlich nicht ausreichend belegt werden konnte, dass traumatisierte Menschen eine von anderen psychologischen Störungsbildern deutlich verschiedene Dynamik und Physiologie aufweisen. Mit anderen Worten, unterscheidet sich ein Trauma kaum von anderen psychologischen Störungsbildern. Doch auch bei den einfachen Störungen versagt die Psychotherapie weitgehend.
Alle psychotherapeutischen Schulen machen den Fehler, dass sie nicht direkt am Emotionalkörper arbeiten. Stattdessen legen sie Wert darauf, das Erlebte mental zu verarbeiten. Die aktive Psychotherapie z.B. will gemeinsam mit dem Patienten Lösungsvorschläge erarbeiten, die in konkrete Handlungen umgesetzt werden. Dabei werden Fragen wie z.B. „Wie soll es jetzt weitergehen? Was ist mein Ziel? gestellt. Die Hilflosigkeit der Psychotherapie ist nicht zu überbieten! Solche Fragen räumen die Möglichkeit ein, dass das Trauma niemals wirklich aufgelöst wird.
Warum werden psychologische Störungen und Traumata nicht im Emotionalbereich bearbeitet? Wer psychischen Schmerz beobachtet, durchfühlt und mit ihm verschmilzt, ist sein Problem bald wieder los. Und jedes Mal, wenn die Gedanken um das Erlebte kreisen und den Schmerz aufs Neue füttern, kann diese Technik wiederholt werden. Psychotherapeuten werden daher genauso wenig gebraucht, wie die Beichtväter in der katholischen Kirche. Als Buddha sagte: "Sei Dir selbst ein Licht" meinte er genau das.
Dienstag, 13. Dezember 2011
Christa Wolf
Am 1.12.2011 veröffentlichte der Spiegel diverse Nachrufe zum Tod von Christa Wolf. Bundespräsident Christian Wulff z.B. sagte: „… ihre Literatur hat die Menschen in unserem Land bewegt, begeistert und zum Nachdenken bewegt.“ Haben Schriftsteller nicht zu allen Zeiten versucht, die Menschen zum Nachdenken zu bewegen? Hat das Denken irgendetwas bewirkt oder ist alles so geblieben, wie es immer war?
Wenn wir uns fragen, warum nicht einmal Moses oder Buddha, Jesus oder Mohammed, irgendein Glaube, eine Lehre, ein Dogma oder eine bestimmte Weltanschauung vermocht haben, die Menschen zum friedlichen Miteinander zu bewegen, dann steht fest, dass das Nachdenken keine Chance hat, unser Leben zum Positiven zu wenden.
Lt. Wikipedia ist Denken eine geistige Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen. Damit ist klar, dass sich alle Denkinhalte auf die Vergangenheit beziehen. Und somit versuchen wir das schier Unmögliche: nämlich unsere Probleme mit denselben Analysen zu lösen, die schon in der Vergangenheit versagt haben. Du kannst das besser verstehen, wenn Du Dir einen Sonnenuntergang veranschaulichst. Vermögen wir diesen jemals vollständig zu betrachten oder erleben wir ihn nur halb, weil wir mitten im Schauspiel denken: "o wie schön"? Mit anderen Worten erfassen wir nicht das Ganze, sondern bereits, ehe wir die Sache vollständig beobachtet haben.
Das Dilemma wird noch klarer, wenn man sich dieses Zitat vor Augen hält: „Mit Denken kann man alles erklären, auch das Gegenteil“. Somit zeigt sich, dass das Denken die Menschen voneinander spaltet. Je nach Bildung, Glauben, Herkunft, Parteizugehörigkeit, Vorlieben, unterschiedlichen Gemütszuständen usw. ergeben sich völlig verschiedene Standpunkte. Obwohl das Gegenteil ebenso wahr ist, versteift sich das Denken immer auf seine eigene Position. Daher bekämpfen wir uns gegenseitig auf allen Ebenen unseres Lebens. Sowohl in persönlichen Beziehungen, als auch in ethnischen Gruppierungen, Gemeinschaften und Staaten.
Ist Dir klar, warum alle guten Vorsätze immer versagen? Wer etwas verändern will, muss lernen, dass er das, was er verändern will, vollständig annehmen muss. Wenn Du z.B. ungeduldig bist, dann hilft Dein Wille nicht weiter, geduldig zu werden. Du musst Deine Ungeduld vollständig annehmen und fühlen. Dann verschmilzt das Beobachtete im Beobachter. Somit ist die vollständige Beobachtung eine Handlung von wahrer Intelligenz. Und diese Intelligenz bewirkt, dass alle notwendigen Veränderungen von selbst geschehen.
Wenn wir uns fragen, warum nicht einmal Moses oder Buddha, Jesus oder Mohammed, irgendein Glaube, eine Lehre, ein Dogma oder eine bestimmte Weltanschauung vermocht haben, die Menschen zum friedlichen Miteinander zu bewegen, dann steht fest, dass das Nachdenken keine Chance hat, unser Leben zum Positiven zu wenden.
Lt. Wikipedia ist Denken eine geistige Beschäftigung mit Vorstellungen, Erinnerungen und Begriffen. Damit ist klar, dass sich alle Denkinhalte auf die Vergangenheit beziehen. Und somit versuchen wir das schier Unmögliche: nämlich unsere Probleme mit denselben Analysen zu lösen, die schon in der Vergangenheit versagt haben. Du kannst das besser verstehen, wenn Du Dir einen Sonnenuntergang veranschaulichst. Vermögen wir diesen jemals vollständig zu betrachten oder erleben wir ihn nur halb, weil wir mitten im Schauspiel denken: "o wie schön"? Mit anderen Worten erfassen wir nicht das Ganze, sondern bereits, ehe wir die Sache vollständig beobachtet haben.
Das Dilemma wird noch klarer, wenn man sich dieses Zitat vor Augen hält: „Mit Denken kann man alles erklären, auch das Gegenteil“. Somit zeigt sich, dass das Denken die Menschen voneinander spaltet. Je nach Bildung, Glauben, Herkunft, Parteizugehörigkeit, Vorlieben, unterschiedlichen Gemütszuständen usw. ergeben sich völlig verschiedene Standpunkte. Obwohl das Gegenteil ebenso wahr ist, versteift sich das Denken immer auf seine eigene Position. Daher bekämpfen wir uns gegenseitig auf allen Ebenen unseres Lebens. Sowohl in persönlichen Beziehungen, als auch in ethnischen Gruppierungen, Gemeinschaften und Staaten.
Ist Dir klar, warum alle guten Vorsätze immer versagen? Wer etwas verändern will, muss lernen, dass er das, was er verändern will, vollständig annehmen muss. Wenn Du z.B. ungeduldig bist, dann hilft Dein Wille nicht weiter, geduldig zu werden. Du musst Deine Ungeduld vollständig annehmen und fühlen. Dann verschmilzt das Beobachtete im Beobachter. Somit ist die vollständige Beobachtung eine Handlung von wahrer Intelligenz. Und diese Intelligenz bewirkt, dass alle notwendigen Veränderungen von selbst geschehen.
Dienstag, 8. November 2011
Was ist Heimat?
Entsetzt zitierte die Bildzeitung am 8.11.11 Michael Schumacher, der in der Neuen Zürcher Zeitung erklärte: „Die Schweiz ist meine einzige Heimat“. Bild fragte den Chefredakteur des Magazins „HÖRZU Heimat“: „Was ist Heimat?“ Der Mann antwortete: „Heimat ist für jeden etwas anderes und für alle mehr als ein Ort. Heimat bedeutet Erinnerungen an Kindheit und an die Familie. Eine Mischung aus Geräuschen, Gerüchen und Geschmack. Heimat ist der Duft von Apfelkuchen, Sommerurlaub an der Nordsee, die Blaskapelle beim Trachtenumzug in Oberbayern. Heimat ist Geborgenheit – und die empfindet man bei Menschen, die einem nahe sind. Heimat ist da, wo das Herz ist.“
Was aber ist, wenn man sich in der Fremde aufhält, wo man einsam ist ... oder wenn man Depressionen hat und niemanden sehen will ... oder wenn ein naher Mensch für immer gegangen ist? Ist das Gefühl der Geborgenheit nur möglich, wenn alle äußeren Umstände stimmig sind?
In uns gibt es einen Ort, der mit der Unendlichkeit Gottes verbunden ist. Wenn Du Dir dieses Raumes bewusst wist, dann weißt Du, dass Du selbst diese Unbegrenztheit bist. Dann ist es egal, was Dir im Leben widerfährt. Dann fühlst Du Dich jederzeit geborgen, wie ein Kind. Diesen Ort zu finden, ist das größte Glück im Leben.
Was aber ist, wenn man sich in der Fremde aufhält, wo man einsam ist ... oder wenn man Depressionen hat und niemanden sehen will ... oder wenn ein naher Mensch für immer gegangen ist? Ist das Gefühl der Geborgenheit nur möglich, wenn alle äußeren Umstände stimmig sind?
In uns gibt es einen Ort, der mit der Unendlichkeit Gottes verbunden ist. Wenn Du Dir dieses Raumes bewusst wist, dann weißt Du, dass Du selbst diese Unbegrenztheit bist. Dann ist es egal, was Dir im Leben widerfährt. Dann fühlst Du Dich jederzeit geborgen, wie ein Kind. Diesen Ort zu finden, ist das größte Glück im Leben.
Donnerstag, 13. Oktober 2011
Krebs
Nach dem Tod von Steve Jobs hat das Thema Krebs wieder einmal das Interesse der Presse geweckt. Die Bild berichtete am 11.10.2011, welche Therapien es gibt und wie sie wirken. Am 12.10.2011 fragte sie: „Was passiert, wenn der Krebs zurück kommt?“ Am 14.10.2011 wurde DIE Superwaffe gegen Krebs vorgestellt: Mit Protonenstrahlenen wird nun gezielt auf Turmore geschossen. Wie jedoch mit dem psychischen Leiden umgegangen werden soll, das die Krebskranken belastet, wurde nicht erwähnt. Das liegt daran, dass Mediziner und Psychologen kein Wissen darüber haben.
Nimm an, einem Menschen wird die Diagnose Krebs gestellt. Von nun an werden seine Gedanken Tag und Nacht um die Krankheit kreisen und er wird sich verzweifelt fragen: „Warum ich?“ Wenn er sich entscheidet zu kämpfen, dann bedeutet das, dass er sich auf Operation und Chemotherapie einlässt. Das Leiden, das während der Krankheit entsteht, wird sich nicht alleine auf die körperlichen Schmerzen beziehen, sondern auf seinen schlechten psychischen Zustand. Das liegt an seinen negativen Gedanken. Wie die Psychotherapie inzwischen weiß, werden negative Emotionen von negativen Gedanken hervorgerufen. Und diese belasten den Kranken enorm. Wenn er eine Familie hat, die zu ihm steht und ihm immer wieder versichert: „Halt durch, Du schaffst das“, dann lächelt er tapfer, aber helfen tut ihm das nicht. Wenn er Operation und Chemotherapie überstanden hat, dann fürchtet er die kommenden Kontrolluntersuchungen. Doch niemand sagt ihm, wie er mit diesen Ängsten umgehen soll.
Krebs entsteht, wenn sich eine Zelle bei einer Zellteilung unkontrolliert vermehrt. Eine Zellteilung ist notwendig, um verbrauchte Zellen zu ersetzen. Dabei werden umfangreiche und komplexe Informationen an die Tochterzellen weiter gegeben. Warum es bei diesem Prozess zu Fehlern kommt, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit schreibt auf ihrer Homepage, dass nur ca. fünf Prozent aller Krebserkrankungen ererbt sind. Damit liegt eine der Ursachen im psychischen Zustand des Erkrankten.
Jeder Mensch hat ein bestimmtes psychisches Klima. Es entsteht aus vielen Faktoren, wie z.B. seinem Temperament, seiner Erziehung und den Emotionen, die er im Laufe seines Lebens in sein Unterbewusstsein unterdrückt hat. Wer z.B. lange unter schweren Schuldgefühlen leidet oder seit seiner Kindheit Hass- oder Minderwertigkeitsgefühle in sich trägt oder im Laufe seines Lebens viele Schicksalsschläge und Enttäuschungen hinnehmen musste oder ein ständig schlechtes Gewissen hat, der hat in sich ein Klima erschaffen, das den Krebs begünstigen konnte.
Eine gute Gesundheitsvorsorge bezieht sich auf eine ausgewogene Ernährung und Ausgleichssport. Aber auch die psychologische Seite ist wichtig. Wer z.B. Angst vor Metastasen hat, der sollte nicht versuchen, dieser Angst rational zu begegnen. Damit verdrängt er sie nur aufs Neue in sein Unterbewusstsein. Der Krebskranke ist aufgefordert, seine Beziehung zu seiner Angst und seinen anderen negativen Emotionen zu transformieren. Das bedeutet, dass er lernen muss, sie anzunehmen und zu fühlen, bis er schließlich mit ihnen verschmilzt.
Wenn der Krebskranke diesen Mut aufbringt, wird er ein sehr merkwürdiges Phänomen erleben: die Angst löst sich auf. Wenn neue Gedanken auftauchen und wiederum Ängste auslösen, dann muss er die Technik wiederholen. In der Folge wird sich das innere Klima verbessern. Das Immunsystem wird stärker, Infekte weniger, der Mensch wird ausgeglichener und die Zellwucherung wird - vielleicht - gestoppt.
Diese Methode ist eine Meditationstechnik. Sie ist immer dann anzuwenden, wenn eine negative Emotion auftaucht. Daher gilt sie nicht nur für Krebskranke. Sie ist für jeden Menschen gedacht, der in seine Mitte kommen möchte.
Nimm an, einem Menschen wird die Diagnose Krebs gestellt. Von nun an werden seine Gedanken Tag und Nacht um die Krankheit kreisen und er wird sich verzweifelt fragen: „Warum ich?“ Wenn er sich entscheidet zu kämpfen, dann bedeutet das, dass er sich auf Operation und Chemotherapie einlässt. Das Leiden, das während der Krankheit entsteht, wird sich nicht alleine auf die körperlichen Schmerzen beziehen, sondern auf seinen schlechten psychischen Zustand. Das liegt an seinen negativen Gedanken. Wie die Psychotherapie inzwischen weiß, werden negative Emotionen von negativen Gedanken hervorgerufen. Und diese belasten den Kranken enorm. Wenn er eine Familie hat, die zu ihm steht und ihm immer wieder versichert: „Halt durch, Du schaffst das“, dann lächelt er tapfer, aber helfen tut ihm das nicht. Wenn er Operation und Chemotherapie überstanden hat, dann fürchtet er die kommenden Kontrolluntersuchungen. Doch niemand sagt ihm, wie er mit diesen Ängsten umgehen soll.
Krebs entsteht, wenn sich eine Zelle bei einer Zellteilung unkontrolliert vermehrt. Eine Zellteilung ist notwendig, um verbrauchte Zellen zu ersetzen. Dabei werden umfangreiche und komplexe Informationen an die Tochterzellen weiter gegeben. Warum es bei diesem Prozess zu Fehlern kommt, ist wissenschaftlich nicht geklärt. Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit schreibt auf ihrer Homepage, dass nur ca. fünf Prozent aller Krebserkrankungen ererbt sind. Damit liegt eine der Ursachen im psychischen Zustand des Erkrankten.
Jeder Mensch hat ein bestimmtes psychisches Klima. Es entsteht aus vielen Faktoren, wie z.B. seinem Temperament, seiner Erziehung und den Emotionen, die er im Laufe seines Lebens in sein Unterbewusstsein unterdrückt hat. Wer z.B. lange unter schweren Schuldgefühlen leidet oder seit seiner Kindheit Hass- oder Minderwertigkeitsgefühle in sich trägt oder im Laufe seines Lebens viele Schicksalsschläge und Enttäuschungen hinnehmen musste oder ein ständig schlechtes Gewissen hat, der hat in sich ein Klima erschaffen, das den Krebs begünstigen konnte.
Eine gute Gesundheitsvorsorge bezieht sich auf eine ausgewogene Ernährung und Ausgleichssport. Aber auch die psychologische Seite ist wichtig. Wer z.B. Angst vor Metastasen hat, der sollte nicht versuchen, dieser Angst rational zu begegnen. Damit verdrängt er sie nur aufs Neue in sein Unterbewusstsein. Der Krebskranke ist aufgefordert, seine Beziehung zu seiner Angst und seinen anderen negativen Emotionen zu transformieren. Das bedeutet, dass er lernen muss, sie anzunehmen und zu fühlen, bis er schließlich mit ihnen verschmilzt.
Wenn der Krebskranke diesen Mut aufbringt, wird er ein sehr merkwürdiges Phänomen erleben: die Angst löst sich auf. Wenn neue Gedanken auftauchen und wiederum Ängste auslösen, dann muss er die Technik wiederholen. In der Folge wird sich das innere Klima verbessern. Das Immunsystem wird stärker, Infekte weniger, der Mensch wird ausgeglichener und die Zellwucherung wird - vielleicht - gestoppt.
Diese Methode ist eine Meditationstechnik. Sie ist immer dann anzuwenden, wenn eine negative Emotion auftaucht. Daher gilt sie nicht nur für Krebskranke. Sie ist für jeden Menschen gedacht, der in seine Mitte kommen möchte.
Freitag, 26. August 2011
Der Sinn des Lebens
Ich habe derzeit Gelegenheit, Schlaganfallpatienten zu beobachten. Das kommt, weil meine Schwiegermutter nach einem Schlaganfall in die Krankenstation einer Reha-Klinik eingeliefert wurde. Bei meinen häufigen Besuchen wird mir vor Augen geführt, wie zerbrechlich die Träume der Menschen sind.
Ein Patient fiel mir besonders auf. Er sieht aus wie Richard Burton und noch immer ist seine Kraft zu spüren, mit der er vielleicht ein Unternehmen gelenkt haben mag. Nun sitzt er hilflos im Rollstuhl und kann nicht einmal mehr ohne Hilfe essen. Aus seinem widerwilligen Verhalten kann ich entnehmen, dass er (noch) nicht akzeptiert hat, was ihm da widerfahren ist.
Im Allgemeinen denken wir nicht über den Sinn des Daseins nach. Wir leben unser Leben und versuchen das Beste daraus zu machen. Hin und wieder kann ein Mensch seine Ziele verwirklichen, glücklich wird er jedoch nicht. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen kommt bei den meisten Menschen vielleicht erst auf, wenn sie durch Schicksalsschläge, Enttäuschungen oder Krankheiten in existenzielle Krisen geraten.
Philosophen und Theologien haben die Frage nach dem Sinn des Lebens unterschiedlich beantwortet. Für die Philosophie der Antike z.B. bestand der Sinn des Lebens darin, Glückseligkeit zu erlangen. Wie diese zu erreichen war, da widersprachen sich die verschiedenen Schulen.
Ich möchte an dieser Stelle den jüdischen Sozialphilosophen Günther Anders (1902-1992) zitieren, der geschrieben hatte: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur haben könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“
Im Allgemeinen sucht der Mensch den Sinn in Lebens in Umständen, die ihm Erfolg, Wohlstand, Gesundheit, eine gute Beziehung usw. bescheren. Jedoch ist das Leben nicht statisch. Was ihn heute glücklich macht, kann morgen schon zerstört sein. Die meisten Träume bleiben unerfüllt und die Leute sterben mit ihrer Sehnsucht nach Zufriedenheit und Glück.
Osho sagte einmal: "Don´t push the river, flow with it". Damit wollte er sagen, lass alles zu ... das Glück liegt nicht in Deinen Händen. Anders als Günther Anders sehe ich einen Sinn des Lebens. Er besteht für mich darin, unter allen Lebensumständen zufrieden zu sein. Mein inneres Glück wird überhaupt nicht von irgendwelchen Lebensumständen berührt. Wenn ich arm bin, bin ich arm und wenn ich krank bin, bin ich krank. Ich liebe diesen Satz: "Es ist, wie es ist".
Ein Patient fiel mir besonders auf. Er sieht aus wie Richard Burton und noch immer ist seine Kraft zu spüren, mit der er vielleicht ein Unternehmen gelenkt haben mag. Nun sitzt er hilflos im Rollstuhl und kann nicht einmal mehr ohne Hilfe essen. Aus seinem widerwilligen Verhalten kann ich entnehmen, dass er (noch) nicht akzeptiert hat, was ihm da widerfahren ist.
Im Allgemeinen denken wir nicht über den Sinn des Daseins nach. Wir leben unser Leben und versuchen das Beste daraus zu machen. Hin und wieder kann ein Mensch seine Ziele verwirklichen, glücklich wird er jedoch nicht. Die Frage nach dem Sinn des Ganzen kommt bei den meisten Menschen vielleicht erst auf, wenn sie durch Schicksalsschläge, Enttäuschungen oder Krankheiten in existenzielle Krisen geraten.
Philosophen und Theologien haben die Frage nach dem Sinn des Lebens unterschiedlich beantwortet. Für die Philosophie der Antike z.B. bestand der Sinn des Lebens darin, Glückseligkeit zu erlangen. Wie diese zu erreichen war, da widersprachen sich die verschiedenen Schulen.
Ich möchte an dieser Stelle den jüdischen Sozialphilosophen Günther Anders (1902-1992) zitieren, der geschrieben hatte: „Warum setzen Sie eigentlich voraus, dass ein Leben, außer da zu sein, auch noch etwas haben müsste oder auch nur haben könnte – eben das, was Sie Sinn nennen?“
Im Allgemeinen sucht der Mensch den Sinn in Lebens in Umständen, die ihm Erfolg, Wohlstand, Gesundheit, eine gute Beziehung usw. bescheren. Jedoch ist das Leben nicht statisch. Was ihn heute glücklich macht, kann morgen schon zerstört sein. Die meisten Träume bleiben unerfüllt und die Leute sterben mit ihrer Sehnsucht nach Zufriedenheit und Glück.
Osho sagte einmal: "Don´t push the river, flow with it". Damit wollte er sagen, lass alles zu ... das Glück liegt nicht in Deinen Händen. Anders als Günther Anders sehe ich einen Sinn des Lebens. Er besteht für mich darin, unter allen Lebensumständen zufrieden zu sein. Mein inneres Glück wird überhaupt nicht von irgendwelchen Lebensumständen berührt. Wenn ich arm bin, bin ich arm und wenn ich krank bin, bin ich krank. Ich liebe diesen Satz: "Es ist, wie es ist".
Mittwoch, 10. August 2011
Börsenkurse
Die Börsen crashen und ich frage mich, ob es jetzt zum Zusammenbruch kommt? Als der DAX begann, im Jahr 2000 abzustürzen und sich alle besorgt fragten, wie lange der Schrecken anhalten würde, da gab es ein paar Fachleute, die vorausschauend antworteten: „Die Kurse bleiben 2 bis 3 Jahre unten, dann kommt es zu einem Zwischenhoch und danach wird endgültig alles zusammenbrechen.“
Wie ich bereits am 15.03.11 in meinem Post „Paradigmenwechsel“ beschrieben habe, hat sich der unerschütterliche Glaube, dass uns das Geld ein schönes Leben beschert, niemals bewahrheitet. Nichtsdestotrotz hat sich der Mensch immer an diese Illusion geklammert. Der Konservative Meinhard Miegel hat nun ein Buch geschrieben, das sich lt. Zeit-Online in einem Satz zusammenfassen lässt: „Hört endlich auf, immer nur an Geld zu denken!“
Nicht dass mich hier irgendjemand missversteht: ich bin nicht gegen Geld. Ich halte es mit Osho, dem die Leute, die das Geld verachten, ein Dorn im Auge war. Er hat immer darauf bestanden hat, dass es nichts Schöneres gibt, als ein reiches Leben. Er hat stets den Reichtum der Natur gepriesen und damit klar gemacht, dass der Mensch danach trachten solle, es der Natur gleich zu tun.
Das Problem ist also nicht das Geld, sondern der Egoismus. Es ist der Egoismus, der die Schere zwischen arm und reich erschafft. Es ist der Egoismus, der für Hunger, Armut und Neid verantwortlich ist. Wenn man sich die Bedeutung von Egoismus, also Selbstsucht und Eigennutz, vor Augen hält, dann wird klar, warum es uns trotz unseres Geldes nicht gut geht und auch nicht gut gehen kann.
Eine merkwürdige Rolle spielen diesbezüglich die Religionen. Millionen und Abermillionen von Menschen strömen ständig in ihre Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dort bitten sie Gott um Vergebung, Gesundheit und Wohlergehen. Dann gehen sie nach Hause und denken gar nicht daran, ihren Lebensstil zu verändern.
Der Pfarrer zu dem jungen Mädchen nach der Beichte: „Du hast eine große Sünde begangen, als Du Deine Unschuld für zwanzig Euro hergegeben hast!“ „Ich weiß“ bedauert das Mädchen „ich hätte hundert nehmen sollen.“
Ich bin nicht sicher, ob die Börsen jetzt zusammenkrachen. Ich weiß aber, dass die Zeit für einen Wechsel reif ist. Der Mensch muss beginnen, sich als winziger Teil des Ganzen zu betrachten. Die Reichen müssen ihr Liebstes, das Geld, loslassen, um zu erfahren, dass sie geliebt werden. Für sie bedeutet Liebe, ihr Geld mit den Bedürftigen zu teilen und zwar ohne Erwartungen.
Die alten Denkmodelle haben ausgedient. Nicht nur einzelne Menschen müssen umdenken, sondern die großen Konzerne und Regierungen. Wir brauchen keine Selbstbefriedigung mehr, mit der sich das persönliche Ego befriedigen will, sondern Menschlichkeit. Überall muss Ausgleich geschaffen werden. Damit Harmonie entsteht auf der Erde. Und diese Harmonie wird neue Wirtschaftszweige erblühen lassen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
Wie ich bereits am 15.03.11 in meinem Post „Paradigmenwechsel“ beschrieben habe, hat sich der unerschütterliche Glaube, dass uns das Geld ein schönes Leben beschert, niemals bewahrheitet. Nichtsdestotrotz hat sich der Mensch immer an diese Illusion geklammert. Der Konservative Meinhard Miegel hat nun ein Buch geschrieben, das sich lt. Zeit-Online in einem Satz zusammenfassen lässt: „Hört endlich auf, immer nur an Geld zu denken!“
Nicht dass mich hier irgendjemand missversteht: ich bin nicht gegen Geld. Ich halte es mit Osho, dem die Leute, die das Geld verachten, ein Dorn im Auge war. Er hat immer darauf bestanden hat, dass es nichts Schöneres gibt, als ein reiches Leben. Er hat stets den Reichtum der Natur gepriesen und damit klar gemacht, dass der Mensch danach trachten solle, es der Natur gleich zu tun.
Das Problem ist also nicht das Geld, sondern der Egoismus. Es ist der Egoismus, der die Schere zwischen arm und reich erschafft. Es ist der Egoismus, der für Hunger, Armut und Neid verantwortlich ist. Wenn man sich die Bedeutung von Egoismus, also Selbstsucht und Eigennutz, vor Augen hält, dann wird klar, warum es uns trotz unseres Geldes nicht gut geht und auch nicht gut gehen kann.
Eine merkwürdige Rolle spielen diesbezüglich die Religionen. Millionen und Abermillionen von Menschen strömen ständig in ihre Kirchen, Moscheen und Synagogen. Dort bitten sie Gott um Vergebung, Gesundheit und Wohlergehen. Dann gehen sie nach Hause und denken gar nicht daran, ihren Lebensstil zu verändern.
Der Pfarrer zu dem jungen Mädchen nach der Beichte: „Du hast eine große Sünde begangen, als Du Deine Unschuld für zwanzig Euro hergegeben hast!“ „Ich weiß“ bedauert das Mädchen „ich hätte hundert nehmen sollen.“
Ich bin nicht sicher, ob die Börsen jetzt zusammenkrachen. Ich weiß aber, dass die Zeit für einen Wechsel reif ist. Der Mensch muss beginnen, sich als winziger Teil des Ganzen zu betrachten. Die Reichen müssen ihr Liebstes, das Geld, loslassen, um zu erfahren, dass sie geliebt werden. Für sie bedeutet Liebe, ihr Geld mit den Bedürftigen zu teilen und zwar ohne Erwartungen.
Die alten Denkmodelle haben ausgedient. Nicht nur einzelne Menschen müssen umdenken, sondern die großen Konzerne und Regierungen. Wir brauchen keine Selbstbefriedigung mehr, mit der sich das persönliche Ego befriedigen will, sondern Menschlichkeit. Überall muss Ausgleich geschaffen werden. Damit Harmonie entsteht auf der Erde. Und diese Harmonie wird neue Wirtschaftszweige erblühen lassen. Das ist so sicher, wie das Amen in der Kirche.
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